Kundenreise mit Happy End: Darum ist PIM genauso wichtig wie CRM

Balztanz eines Unternehmens mit neun Buchstaben? M-A-R-K-E-T-I-N-G! Kundinnen und Kunden werden umgarnt, Produkte aufwendig herausgeputzt. Im E-Commerce ist dieses Unterfangen ganz besonders komplex: Es gibt unzählige Touchpoints, Zielgruppen und natürlich Mitbewerber, die man in den Schatten stellen muss. 

Um mit den Produkten bei den richtigen Personen zu landen, sind in den vergangenen Jahren kleine, emsige Helferlein in die Marketingabteilungen dieser Welt eingezogen. Die Tools heißen Google Analytics, Mailchimp oder Hubspot und greifen durch Automatisierung Marketing und Vertrieb unter die Arme. Sie sammeln Informationen über die Zielgruppe, spielen personalisieren Content aus – kurzum: Sie sprechen die Sprache der Kundinnen und Kunden. Data Analytics und Customer Relationship Management (CRM) sind schon lange keine Buzzwords mehr, sondern gehören zum guten Ton.

So weit, so fortschrittlich. Doch je näher sich die Customer Journey dem Ende entgegen neigt, desto mehr dunkle Wolken ziehen am Marketing-Horizont auf. Das liegt daran, dass viele Unternehmen aus dem Blick verlieren, wieso sie diesen ganzen Balztanz überhaupt veranstalten. Am Ende soll das Bedürfnis der Kundin oder des Kunden gestillt werden. Durch ein Produkt. Landet die Person jetzt auf einer Shop-Seite mit verpixelten Bildern, kryptischen Zeichen oder gar fehlerhaften Angaben, war alles für die Katz. Im Endspurt wurde gestolpert, das Ziel nicht erreicht. Diagnose: fehlende Product Experience.

Wir bei Akeneo stehen fürs Kundenerlebnis ein – und das wortwörtlich bis zum Schluss (der Customer Journey). Für die richtige Product Experience bedarf es eines Product Information Managements (PIM), das auf die komplexe Omnichannel-Welt ausgelegt ist. Viele Unternehmen nutzen ERP-Systeme oder klassische Excel-Tabellen, um ihre Produktinformationen (meist händisch) zu pflegen. Auch das sind Formen des PIM, die allerdings weit davon entfernt sind, agil zu sein oder per se eine Product Experience erzeugen zu können. Akeneo PIM spielt in einer ganz anderen Liga. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, warum es solch ein mächtiges Werkzeug und mindestens genauso wichtig wie ein CRM ist.

Effizienz: So sparen Sie Zeit und Geld

Es gehört zum Tagesgeschäft im Marketing: Fürs nächste Jahr soll ein neuer Produktkatalog entstehen – mit ansprechenden Fotos und Texten. Dazu gehört auch, dass die Hard Facts stimmen, also Produktinformationen richtig, vollständig und aktuell sind. In der Realität sieht das häufig so aus: Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Marketing müssen sich die nötigen Infos kreuz und quer im Unternehmen zusammensuchen. Denn sie liegen an 25 Orten in 35 verschiedenen Tabellen. Nicht sehr effizient. 

Akeneo PIM liefert alle nötigen Informationen innerhalb von zwei Minuten. Das bedeutet gleichzeitig eine schnellere Time-to-Market. Unser Kunde Midland Scientific, ein Hersteller von Laborprodukten, konnte so durch unser PIM-System die Produktionszeit für seinen Katalog um 50 Prozent beschleunigen.

Ein gutes PIM punktet obendrein mit Userfreundlichkeit. Denn insbesondere in puncto kollaborativen Arbeitens haben Datenbanken und Excel-Tabellen Defizite. Unser PIM ist darauf ausgelegt, dass mehrere Personen simultan Daten pflegen. Was wir regelmäßig als Feedback bekommen: Durch den intuitiven Aufbau macht es sogar Spaß, damit zu arbeiten.  

Anpassungsfähigkeit: Werden Sie zum Early Adopter

Wer auf dem Markt konkurrenzfähig bleiben möchte, muss in der Lage sein, schnell auf neue Anforderungen und Trends zu reagieren. 

Führt beispielsweise ein soziales Netzwerk einen Kaufen-Button ein, muss der eigene Produktkatalog schnell und fehlerfrei mit der Plattform verknüpft werden. Voraussetzung dafür ist eine Systemlandschaft, die das unterstützt. Mit einer Excel-Tabelle werden Sie in diesem Fall schnell an Grenzen stoßen. Im Akeneo PIM hingegen lässt sich komfortabel ein neuer API-Client anlegen, dem Sie ein bestimmtes Sortiment zuordnen. Sie bestimmen, welche Bilder, Texte und Sprachen ausgespielt werden – und das innerhalb kürzester Zeit. 

Ein anschauliches Praxisbeispiel liefert unser Kunde, der britische Lebensmittelgroßhändler Turner Price, mit dem wir seit 2019 zusammenarbeiten. Als es 2020 aufgrund der Corona-Pandemie zum Lockdown kam und Supermarkt-Regale wegen hoher Nachfrage leer blieben, reagierte das Unternehmen prompt: Innerhalb kürzester Zeit setzte es eine Online-Plattform mit rund 1.400 Produkten auf, über die auch die breite Öffentlichkeit einkaufen konnte. Implementiert wurden zudem Services wie Click & Collect sowie ein Lieferdienst. Dass Turner Price so schnell und flexibel auf die veränderte Marktsituation reagieren konnte, lag vor allem am Akeneo PIM, das maximal anpassungsfähig ist. Das Unternehmen wurde so nicht nur zum Early Adopter, sondern hat mit der Online-Plattform einen langfristigen, zusätzlichen Vertriebskanal geschaffen.

Onboarding: Gemeinsame Sprache für Händler und Hersteller

Händler können ein Lied davon singen: Kommt ein neuer Hersteller ins Boot, beginnt die Copy-and-Paste-Schlacht. Auf allen möglichen Wegen erhalten sie Produktdaten in allen denkbaren Formaten, die nun ins eigene System überführt werden müssen. Das läuft bestenfalls halbautomatisch, in manchen Fällen aber komplett händisch. Da muss der Fehlerteufel nicht einmal die Hintertür nehmen.

Ein gutes PIM-System unterstützt das Daten-Onboarding durch automatisierte Prozesse und löst damit eine Menge Probleme. Neue Hersteller werden nicht nur unkompliziert an Bord geholt, sondern Produkte rasant schnell am Markt platziert.

Skalierbarkeit & Agilität: Think big, start small

Es gibt eine große Kluft, wie klassische und agil arbeitende Unternehmen mit Herausforderungen umgehen. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Unternehmen A und B sollen Fahrradfahren lernen. 

Die Projektbeteiligten von Unternehmen A schließen sich für ein halbes Jahr in ein Zimmer ein und malen auf Blöcken und Flipcharts auf, wie das funktionieren könnte. Kein Detail wird ausgespart: Körperhaltung, genaue Beschleunigung, Neigungswinkel in Kurven. Am großen Tag passiert es dann: Es schneit! Das Fahrradfahren fällt flach. Alle Überlegungen sind nicht mehr relevant. 

Unternehmen B hat sich bereits am ersten Tag mutig in den Sattel geschwungen, hat sich einige Schrammen und blutige Knie zugezogen. Doch schon nach kurzer Zeit klappt das Fahrradfahren – noch nicht in Perfektion und mit beiden Händen fest am Lenker, aber es kommt von A nach B.

Was bedeutet das jetzt in Bezug auf Marketing-Technologien? Ein gutes PIM-System kann mutige Unternehmen dabei unterstützen, Produkte schnell an den Markt zu bringen und im nächsten Schritt zu skalieren. Ganz nach dem Motto „Think big, start small“. 

Ein gutes Beispiel ist unser Kunde Butlers. Innerhalb von nur sechs Wochen ist er mit Akeneo PIM live gegangen. Zum Vergleich: Andere Unternehmen brauchen für die Implementierung eines PIM ein oder zwei Jahre. Butlers war fokussiert genug, es im Bruchteil dieser Zeit zu schaffen, und mutig genug, dabei Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen.

Fazit

Für eine agile Arbeitsweise braucht es Werkzeuge, die diese unterstützen. Die schnell, flexibel, effektiv und anpassungsfähig sind. Zahlreiche Unternehmen haben das verstanden und arbeiten standardmäßig mit verschiedenen Marketing-Technologien. 

Einem eher stiefmütterlichen Dasein fristet in diesem Kontext das Thema Product Experience, das sich ganz am Ende der Customer Journey befindet – und damit entscheidend sein kann, ob ein Produkt gekauft wird oder nicht. Für Unternehmen lohnt es sich, nicht nur in ein CRM, sondern auch in ein PIM-System zu investieren, das die Prinzipien von Marketing-Automation und Agilität konsequent bis zum Schluss weiterdenkt. Für eine lückenlose Kundenreise mit Happy End.

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