{"id":47559,"date":"2021-01-22T14:58:56","date_gmt":"2021-01-22T14:58:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.akeneo.com\/blog\/pim-trends-2021\/"},"modified":"2024-07-04T06:56:19","modified_gmt":"2024-07-04T06:56:19","slug":"pim-trends-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.akeneo.com\/de\/blog\/pim-trends-2021\/","title":{"rendered":"PIM-Trends 2021 | Interview mit J\u00fcrgen Burger von SIMIO"},"content":{"rendered":"       \n  \n<section id=\"hero-block_82c9f25a7f2482e62436c5720fbffd4b\" class=\"hero  py-0\">\n            <div class=\"container\">\n            <div class=\"row\">\n                <div class=\"col-12\">\n                    <div class=\"hero-inner hero-inner-blue\">\n                        <div class=\"row align-items-center g-3\">\n                            <div class=\"col-lg-6\">\n                                <div class=\"hero-content\">\n                                                                            <div class=\"hero-tags\">\n                                            <span class=\"tag tag-white\">Product Experience<\/span>\n                                        <\/div>\n                                                                        <h1 class=\"hero-title\">PIM-Trends 2021 | Interview mit J\u00fcrgen Burger von SIMIO<\/h1>\n                                    <div class=\"hero-text\">\n\n                                        <p>J\u00fcrgen Burger, Inhaber und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von SIMIO\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\nWas bewegt sich am PIM-Markt? Wie sieht die Zukunft des Produktdatenmanagements aus&#8230;<\/p>\n                                    <\/div>\n                                <\/div>\n                            <\/div>\n                                                            <div class=\"col-lg-6\">\n                                    <div class=\"hero-image\">\n                                        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/SIMIO_team_juergen-burger_wide-600x373-1.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-post-image\" alt=\"\" \/>                                    <\/div>\n                                                                <\/div>\n                        <\/div>\n                    <\/div>\n                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n    <\/section>\n  \n        \r\n\r\n\r\n<p><em>Was bewegt sich am PIM-Markt? Wie sieht die Zukunft des Produktdatenmanagements aus? Und was bedeutet das f\u00fcr die Auswahl des richtigen PIM-System. Akeneo General Manager CEE Tobias Schlotter hat mit J\u00fcrgen Burger, dem Gr\u00fcnder von SIMIO im Interview zum Thema PIM-Trends 2021 gesprochen. <\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<div class=\"mb-2\"><div class=\"press-copy\"><strong>Tobias<\/strong>: J\u00fcrgen, magst Du Dich einmal kurz vorstellen?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: Sehr gerne. Ich hei\u00dfe J\u00fcrgen Burger, bin verheiratet, habe drei erwachsene Kinder und wohne seit bald drei Jahren im wundersch\u00f6nen Oberbayern \u2013 was ich wegen der vielen Seen und Berge dort sehr genie\u00dfe. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich zwischenzeitlich sehr viel Erfahrung in der Beratung von Kunden gesammelt. Dabei ging es in irgendeiner Art und Weise immer um die Verwaltung und Publikation von Produktdaten und digitalen Assets, also um die Themenfelder Produktinformationsmanagement (PIM) bzw. Digital Asset Management (DAM). In den letzten Jahren habe ich im Auftrag eines heute nicht mehr existierenden Unternehmens die Analyse des Anbietermarktes in den gerade genannten und weiteren Themenfeldern verantwortet und dadurch viel Wissen hinsichtlich der einzelnen L\u00f6sungen erworben. Das ganze hat mir so viel Freude gemacht dass ich Ende 2019 dann mein eigenes Unternehmen SIMIO gegr\u00fcndet habe.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: Was genau macht SIMIO und was ist das Besondere daran?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: Wir bei SIMIO sehen unsere Aufgabe in allererster Linie darin, Unternehmen, die auf der Suche nach einem PIM- oder DAM-System sind, bei der Auswahl der richtigen L\u00f6sung zu unterst\u00fctzen.\r\n\r\n\r\n\r\nDementsprechend bieten wir folgende Leistungen an:\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n \t<li>umfassende Markt\u00fcbersichten als erste (kostenlose) Orientierungshilfe<\/li>\r\n \t<li>Erstellung von Shortlists potentiell passender L\u00f6sungen<\/li>\r\n \t<li>beratende Unterst\u00fctzung im gesamten Prozess der Systemauswahl<\/li>\r\n \t<li>Unterst\u00fctzung bei der Systemeinf\u00fchrung<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\nDie auf <a href=\"https:\/\/www.simio-analyse.de\/\">simio-analyse.de<\/a> verf\u00fcgbaren Markt\u00fcbersichten zu PIM und DAM zeigen auf, welche L\u00f6sungen es in diesen sehr vielf\u00e4ltigen und heterogenen M\u00e4rkten gibt. Damit erm\u00f6glichen sie einen ersten \u00dcberblick und ersparen aufw\u00e4ndige eigene Recherchen.\r\n\r\n\r\n\r\nDamit sind wir gleich auch schon bei einer weiteren Leistung von SIMIO: Auf Basis eines Anforderungsprofils, das uns ein Kunde liefert oder das wir selbst mit einem Kunden ermittelt haben, f\u00fchren wir einen Abgleich gegen unsere Anbieter-Datenbank durch und empfehlen daraus eine kleine Auswahl der passendsten L\u00f6sungen. Damit k\u00fcrzen wir den aufw\u00e4ndigen Prozess der Vorauswahl deutlich ab und liefern gleichzeitig valide Ergebnisse.\r\n\r\n\r\n\r\nF\u00fcr den Fall, dass ein Unternehmen bei der Definition des Anforderungsprofils oder beim gesamten Auswahlprozess Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigt, bieten wir mit eigenen und vernetzten erfahrenen Experten und einem strukturierten Vorgehen entsprechende Beratungsleistungen an.\r\n\r\n\r\n\r\nUnd wenn es dann nach der erfolgreichen Auswahl einer L\u00f6sung in die Phase der Systemeinf\u00fchrung geht, k\u00f6nnen wir auch hier mit entsprechender Fach- und Methodenkompetenz beratend unterst\u00fctzen.\r\n\r\n\r\n\r\nUnd nun zu Deiner Frage, was das Besondere von SIMIO ist: Um die o.g. Leistungen fundiert erbringen zu k\u00f6nnen, f\u00fchren wir sehr granulare Analysen der einzelnen L\u00f6sungen durch und \u00fcbernehmen die Ergebnisse in unsere Anbieter-Datenbank. Au\u00dferdem visualisieren wir die aggregierten Ergebnisse in grafisch aufbereiteten Profilen, den sogenannten <a href=\"https:\/\/www.akeneo.com\/de\/white-paper\/analyse-akeneo-pim-quintessenz-simio\/\">QUINTESSENZEN<\/a>. Dabei gehen wir davon aus, dass alle L\u00f6sungen zun\u00e4chst einmal nicht besser oder schlechter sind als andere, sondern nur unterschiedlich. Ein Ranking von L\u00f6sungen kann sich deshalb immer erst im Abgleich mit den konkreten Anforderungen eines Kunden ergeben.\r\n\r\n\r\n\r\nAu\u00dferdem ist es uns besonders wichtig, Werte wie Respekt, Transparenz und Fairness tats\u00e4chlich zu leben. Deshalb sind wir auch komplett unabh\u00e4ngig von einzelnen Anbietern.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: J\u00fcngst h\u00f6rte man von Dir die Aussage \u201eFrameworks sind out!\u201c. Woher r\u00fchrt dieses Statement und wie steht dies in Relation zum Thema PIM?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: Diese Aussage habe ich getroffen unter der \u00dcberschrift \u201ePIM-Trends\u201c; dort habe ich einige Aspekte benannt, die sich nach meiner Beobachtung im Kontext PIM bereits ge\u00e4ndert haben bzw. k\u00fcnftig noch \u00e4ndern werden. Betonen m\u00f6chte ich, dass es sich hierbei nicht um analytisch fundierte Aussagen handelt, sondern um Schlussfolgerungen aus unserer eigenen Marktbeobachtung und Gespr\u00e4chen mit vielen Marktteilnehmern wie Software-Herstellern, Integratoren und Beratern.\r\n\r\n\r\n\r\nMit der Aussage \u201eFrameworks sind out\u201c habe ich mich auf die Anf\u00e4nge von dedizierten PIM-Systemen bezogen. Wie auch in anderen Bereichen gab es hier Anbieter, die keine PIM-Systeme mit fertigen Funktionen ausgeliefert haben, sondern sogenannte Frameworks. Diese vergleiche ich immer wieder gerne mit der Kiste von Lego-Bausteine, die ich als Kind fr\u00fcher hatte und aus denen ich dann viele unterschiedliche Dinge gebaut habe. Dementsprechend hatten auch die Frameworks den Vorteil, dass der jeweilige Integrator das gesamte System komplett auf die individuellen W\u00fcnsche der Kunden zuschneiden konnte; der Kunde erhielt im Endeffekt ein ma\u00dfgeschneidertes System. Diesem Vorteil standen aber auch Nachteile wie z.B. sehr hohe Projektkosten, lange Projektlaufzeiten und hohe Aufw\u00e4nde f\u00fcr Wartung und Updates entgegen. Aufgrund dieser Nachteile ist der Bedarf an individuell programmierten L\u00f6sungen im Nachfrager-Markt zwischenzeitlich stark gesunken. Au\u00dferdem ist auf Kundenseite das Bewusstsein daf\u00fcr gestiegen, dass Software-Produkte, die vom Anbieter auf Basis vieler Installationen st\u00e4ndig weiterentwickelt werden, f\u00fcr jeden von Vorteil sind. Im Ergebnis haben wir heute im PIM-Markt eine Situation, in der stark zunehmend auf Standardprodukte gesetzt wird, so dass die Implementierung viel schneller erfolgen kann und damit auch fr\u00fcher Nutzen bringt. Allerdings sollten diese Standardprodukte in sehr hohem Ma\u00dfe konfigurierbar sein, woraus wiederum ein Zielkonflikt zwischen Konfigurierbarkeit einerseits und Performance und Usability andererseits entsteht &#8211; ein Zielkonflikt, den nicht alle Anbieter in gleichem Ma\u00dfe l\u00f6sen.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: Betrifft das dann nicht auch die ganze Information Supply Chain eines Unternehmens?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: V\u00f6llig richtig! Die beschriebene Entwicklung im PIM-Markt basiert auf einem Learning, das nicht nur dort, sondern z.B. auch im Bereich ERP stattfand und Konsequenzen f\u00fcr alle Software-M\u00e4rkte hat. D.h., dass ein Unternehmen, das die Erfahrung einer jahrelangen und sehr teuren ERP-Einf\u00fchrung hinter sich hat, diese Erfahrung nicht unbedingt wiederholen m\u00f6chte und deshalb bei k\u00fcnftigen IT-Projekten sehr viel st\u00e4rker in Richtung Standards tendiert.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: Was bedeutet das aus Deiner Sicht f\u00fcr Softwarehersteller?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: F\u00fcr Software-Hersteller hei\u00dft das in erster Linie, dass sie ihr Produkt als echten Standard entwickeln sollten, der dementsprechend auch gut updatef\u00e4hig ist. Au\u00dferdem sollte dieses Produkt m\u00f6glichst umfassend konfiguriert und damit an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden k\u00f6nnen, ohne dabei den Standard zu verletzen und dadurch die Updatef\u00e4higkeit zu gef\u00e4hrden. Idealerweise sollte die Konfiguration dabei \u00fcber Oberfl\u00e4chen und nicht \u00fcber Scripting erfolgen, so dass ein Administrator selbst\u00e4ndig Anpassungen vornehmen kann.\r\n\r\n\r\n\r\nEin weiterer Aspekt, der zunehmend an Bedeutung gewinnt und auf den sich dementsprechend auch die Software-Hersteller und die Integratoren einstellen m\u00fcssen, ist die agile Vorgehensweise in den Implementierungsprojekten. Auch wenn die Auslegung des Begriffs teilweise noch sehr unscharf und demzufolge auch die Anwendung der entsprechenden Methodik noch verbesserungsf\u00e4hig ist \u2013 grunds\u00e4tzlich nimmt der Wunsch nach agilen Projekten deutlich zu. Auch hier hat die Erfahrung gelehrt, dass die klassische Wasserfall-Methodik mit einer langen und rein theoretischen Planungsphase beim Projektstart keine Quickwins erm\u00f6glicht und h\u00e4ufig auch nicht zu den gew\u00fcnschten Ergebnissen f\u00fchrt.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: Wenn Unternehmen fr\u00fcher schon auf agile Projekte und standardisierte Software gesetzt h\u00e4tten, wo st\u00fcnden wir heute?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: Das ist nat\u00fcrlich eine rein theoretische Frage, da ich sicher bin, dass alle Marktteilnehmer zuerst die bereits genannten Erfahrungen machen mussten, um daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln hin zu agilen Projekten und Standard-Software. Um Deine Frage beantworten zu k\u00f6nnen, m\u00f6chte ich beide Punkte gerne aus einer anderen Perspektive betrachten:\r\n\r\n\r\n\r\nAgile Methoden in Projekten setzen voraus, dass man die scheinbare Planungssicherheit, die die klassische Wasserfall-Methodik suggeriert, aufgibt zugunsten eines Vorgehens Schritt f\u00fcr Schritt; das erfordert zun\u00e4chst einmal beiderseitiges Vertrauen in den Projektpartner und eine h\u00f6here Beweglichkeit aller Projektbeteiligten. Im Gegensatz zu Wasserfall-Projekten verlangen agile Projekte auch ein h\u00f6heres und permanentes Engagement seitens des Kunden; eine komplette Delegation an den Anbieter nach dem Motto \u201eWir haben ja jetzt formuliert, was wir wollen\u201c ist nicht m\u00f6glich und bedingt somit eine st\u00e4rkere Mitverantwortung des Kunden.\r\n\r\n\r\n\r\nDie zunehmende Bevorzugung von Standard-Software steht m.E. f\u00fcr die Erkenntnis in den Kunden-Unternehmen, dass sie trotz ihrer unbestrittenen Individualit\u00e4t nicht zwingend auch individuelle Software ben\u00f6tigen, sondern dass der Einsatz von Standards sie vermutlich viel weiterbringt, weil in diese Standards bereits sehr viel Erfahrung des Software-Herstellers aus anderen Projekten eingeflossen ist und diese schneller genutzt werden kann. Die zunehmende Nachfrage nach Standard-Software ist deshalb aus meiner Sicht ein Indikator f\u00fcr eine wachsende \u201eReife\u201c auf Seiten der Kunden-Unternehmen.\r\n\r\n\r\n\r\nWenn ich Deine Frage vor diesem Hintergrund mal auf die Zukunft richte und mich frage, wie sich Unternehmen weiterentwickeln, die auf agile Vorgehensweise und Standard-Software setzen, dann habe ich eine klare Antwort: Von im Einzelfall sicherlich berechtigten Ausnahmen abgesehen r\u00e4ume ich den Unternehmen, die auf agile Projekte und Standard-Software setzen, ein deutlich besseres Entwicklungspotential ein.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: L\u00e4sst sich sagen Customizing = Unbeweglichkeit?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: Um das zu beantworten, m\u00f6chte ich zun\u00e4chst einmal zwei Begriffe, die h\u00e4ufig f\u00e4lschlicherweise synonym verwendet werden, differenzieren \u2013 n\u00e4mlich die Begriffe \u201eKonfiguration\u201c und \u201eCustomizing\u201c. Unter Konfiguration verstehen wir die Anpassung des Systems hinsichtlich Benutzeroberfl\u00e4che, Objekten, Attributen, Business Rules u.\u00e4.; diese kann durch Skripting oder idealerweise \u00fcber eigene Benutzeroberfl\u00e4chen erfolgen, erfolgt innerhalb des Standards und hat deshalb keinen Einfluss auf die Updatef\u00e4higkeit des Systems. Unter Customizing verstehen wir dagegen die Ver\u00e4nderung bzw. Erweiterung des Standards durch kundenspezifische Programmierung; diese hat u.U. Einfluss auf die Updatef\u00e4higkeit des Gesamtsystems. Deshalb ist es besonders wichtig, bei eventuellen n\u00f6tigen Erweiterungen darauf zu achten, dass die Updatef\u00e4higkeit gew\u00e4hrleistet ist \u2013 ansonsten f\u00fchrt Customizing tats\u00e4chlich zu einer Unbeweglichkeit im Sinne von nicht oder nur aufw\u00e4ndig m\u00f6glichen Aktualisierungen.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: Was w\u00fcnschen sich die Kunden in diesem Jahr von PIM-Softwareherstellern?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: Das ist ein zun\u00e4chst einmal gutes Stichwort, um zu erkl\u00e4ren, warum wir selbst \u00fcblicherweise nicht gerne von Software, sondern lieber von L\u00f6sungen sprechen. L\u00f6sungen beinhalten n\u00e4mlich \u00fcber die eigentliche Software hinaus auch den Aspekt des Herstellers und vor allem den Aspekt der Implementierung. Der Blick auf den Hersteller ber\u00fccksichtigt dabei neben Themen wie Standorten, der finanziellen Stabilit\u00e4t und Entwicklungsf\u00e4higkeit auch Dinge wie Herkunft, Philosophie, Organisation \u2013 kurz gesagt die DNA des Unternehmens. F\u00fcr den Kunden immer wichtiger ist der Aspekt der Implementierung. Diese kann sowohl vom Software-Hersteller selbst als auch gegebenenfalls von dessen Implementierungspartnern durchgef\u00fchrt werden und ist letztendlich entscheidend daf\u00fcr, ob die Software erfolgreich und nutzenbringend eingesetzt werden kann. Nach meiner Einsch\u00e4tzung geht der Fokus der Kunden immer mehr in Richtung dieses Gesamtpakets und dabei ganz besonders in Richtung der Implementierung. Hier sind neben der fachlichen Expertise und Verf\u00fcgbarkeit auch Aspekte wie Branchen-Knowhow, Best Practises und aktive Unterst\u00fctzung im gesamten Digitalisierungsprozess gefragt.\r\n\r\n\r\n\r\nDar\u00fcber hinaus w\u00fcnschen sich Kunden wie schon gesagt PIM-L\u00f6sungen, mit denen sie schnell starten und Nutzen generieren k\u00f6nnen. Idealerweise sollten diese auch hinsichtlich der Kosten \u00fcberschaubar sein, was in besonderem Ma\u00dfe den schlechteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschuldet ist.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: Das Thema Standard-Klassifizierungen wird mit der drastischen Zunahme von Marktpl\u00e4tzen und Kan\u00e4len, aber auch vom D2C-Impuls gef\u00fchlt immer verr\u00fcckter und die meisten Unternehmen wissen gar nicht mehr, was sie eigentlich hier unternehmen sollen. Wie siehst Du das Thema und wie lautet deine Empfehlung in Richtung Unternehmen?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: Es stimmt \u2013 das Thema Standard-Klassifizierungen hat vor dem beschriebenen Hintergrund deutlich an Bedeutung gewonnen. Auf Seiten der PIM-Anbieter gibt es daf\u00fcr zwei Antworten: W\u00e4hrend die einen die Funktionalit\u00e4ten im eigenen System diesbez\u00fcglich erweitern, gehen die anderen hin und integrieren dedizierte Speziall\u00f6sungen wie z.B. von e-proCAT, Semaino u.a.\r\n\r\n\r\n\r\nSofern der PIM-Anbieter aufgrund seiner Historie, seines Kundenkreises oder aus anderen Gr\u00fcnden einen besonderen Fokus auf dieses Thema und entsprechendes Knowhow hat, kann der erste Weg durchaus sinnvoll sein. Allerdings werden daf\u00fcr aufgrund des dynamischen Umfeldes mit st\u00e4ndig weiteren und sich \u00e4ndernden Klassifizierungen in relevantem Umfang interne Ressourcen gebunden. Deshalb entscheiden sich zunehmend viele PIM-Anbieter f\u00fcr den zweiten Weg, die Integration dedizierter L\u00f6sungen; dem Nachteil eines weiteren Systems mit einer anderen Benutzeroberfl\u00e4che steht hier der gro\u00dfe Vorteil gegen\u00fcber, dass nur EINE Schnittstelle aktuell gehalten werden muss zu einer Partnerl\u00f6sung, die aufgrund ihrer Positionierung ohnehin st\u00e4ndig aktualisiert wird.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Tobias<\/strong>: Vielleicht abschlie\u00dfend: Was sind die PIM-Trends 2021 und geh\u00f6rt das Thema PXM f\u00fcr Dich hier mit rein?\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>J\u00fcrgen<\/strong>: Neben den vorhin bereits beschriebenen Entwicklungen f\u00e4llt mir dazu vor allem der Trend zu cloudbasierten L\u00f6sungen ein. Mal ungeachtet der Tatsache, dass der Begriff \u201eCloud\u201c derzeit noch sehr diffus verwendet wird, kann man beobachten, dass es einen eindeutigen Trend weg von onPremise-Installationen hin zum Cloud-Betrieb gibt. Einige PIM-Anbieter sprechen davon, dass inzwischen etwa 70% aller neuen Anfragen direkt in Richtung Cloud-Betrieb zeigen. Zunehmend wichtig dabei wird, dass Systeme nicht nur in der Cloud laufen k\u00f6nnen, sondern dass sie daf\u00fcr gemacht &#8211; also cloud-native &#8211; sind.\r\n\r\n\r\n\r\nAuch das Thema KI-Unterst\u00fctzung im Sinne von KI-basierter Erstellung und Optimierung von Produkt-Content gewinnt deutlich an Bedeutung &#8211; genauso wie Blockchain-gesicherte Prozesse und Datenaustausche.\r\n\r\n\r\n\r\nDas Thema PXM geh\u00f6rt definitiv auch zu den von uns beobachteten Trends f\u00fcr 2021. Allerdings ist die Definition von PXM als Abk\u00fcrzung f\u00fcr Product Experience Management ebenfalls noch relativ schwammig und verkommt deshalb teilweise zum Buzzword. Aus meiner Sicht steht PXM prim\u00e4r f\u00fcr einen anderen Blick auf das bisher eher technische und trockene Thema PIM. Der Fokus liegt dabei auf dem Hauptnutzen von PIM, n\u00e4mlich der Erm\u00f6glichung einer durchg\u00e4ngigen Produkterfahrung \u00fcber alle Kan\u00e4le hinweg. Wenn man dazu dann noch die Aspekte Kontextualisierung bzw. Individualisierung der bereitgestellten Produktinformationen und Echtzeit-Bereitstellung dazunimmt, dann wird klar, dass PXM die Anforderungen an PIM-Systeme noch einmal erh\u00f6ht, z.B. in Hinblick auf Datenmodellierung, Multi-Domain, Syndication, Performance u.\u00e4.\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/www.akeneo.com\/de\/pxm-maturity-assessment\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><div class=\"content-image\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-213738\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/akeneo-banner-pxm-maturity-assessment-blog-post-de.gif\" alt=\"\" \/><\/div><\/a><\/figure><\/div><\/div>  ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00fcrgen Burger, Inhaber und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von SIMIO<\/p>\n<p>Was bewegt sich am PIM-Markt? 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