{"id":47542,"date":"2020-03-04T07:00:48","date_gmt":"2020-03-04T07:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.akeneo.com\/blog\/pim-replatforming\/"},"modified":"2024-07-04T06:56:14","modified_gmt":"2024-07-04T06:56:14","slug":"pim-replatforming","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.akeneo.com\/de\/blog\/pim-replatforming\/","title":{"rendered":"PIM-Replatforming &#8211; Chance aber auch Herausforderung"},"content":{"rendered":"       \n  \n<section id=\"hero-block_e02f5d65c550157802f825d35ef0ac90\" class=\"hero  py-0\">\n            <div class=\"container\">\n            <div class=\"row\">\n                <div class=\"col-12\">\n                    <div class=\"hero-inner hero-inner-blue\">\n                        <div class=\"row align-items-center g-3\">\n                            <div class=\"col-lg-6\">\n                                <div class=\"hero-content\">\n                                                                            <div class=\"hero-tags\">\n                                            <span class=\"tag tag-white\">Product Experience<\/span>\n                                        <\/div>\n                                                                        <h1 class=\"hero-title\">PIM-Replatforming &#8211; Chance aber auch Herausforderung<\/h1>\n                                    <div class=\"hero-text\">\n\n                                        <p>In diesem Gastbeitrag geht unser Partner TechDivision auf einige Parameter beim Replatforming ein und beleuchet m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze, um am Ende ein erfolgreiches Projekt abzuliefern. Der Fokus liegt dabei auf dem Bereich der Product Information Management Systeme (PIM Systeme).<\/p>\n                                    <\/div>\n                                <\/div>\n                            <\/div>\n                                                            <div class=\"col-lg-6\">\n                                    <div class=\"hero-image\">\n                                        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/PIM-REPLATFORMING-1.jpg\" class=\"attachment-full size-full wp-post-image\" alt=\"\" \/>                                    <\/div>\n                                                                <\/div>\n                        <\/div>\n                    <\/div>\n                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n    <\/section>\n  \n        \r\n\r\n\r\n<p><strong><em>Dies ist ein Gastbeitrag von <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/nemaro\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Markus Neef (opens in a new tab)\">Markus Neef<\/a> &amp; <a href=\"https:\/\/www.xing.com\/profile\/Sebastian_Zuercher2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Dr. Sebastian Zu\u0308rcher (opens in a new tab)\">Dr. Sebastian Zu\u0308rcher<\/a>, PIM-Experten bei unserem Partner <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/www.techdivision.com\"><strong><em>TechDivision<\/em><\/strong><\/a><strong><em>. Das Unternehmen geh\u00f6rt als Magento Enterprise Partner der ersten Stunde, Neos CMS Long-Time Supporter, Adobe-, Atlassian- und Akeneo-Partner, sowie Google Premier Partner zu den f\u00fchrenden Adressen f\u00fcr Beratung, Implementierung und Vermarktung von Digitalisierungsprojekten.<\/em><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<div class=\"mb-2\"><div class=\"press-copy\">Die Erfolgsbilanz von IT-Projekten ist ern\u00fcchternd. Die Erfolgsquote liegt, abh\u00e4ngig von der jeweiligen Untersuchung, nur zwischen 20 und 45%. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein komplett neues IT-Projekt, d.h. die Einf\u00fchrung einer neuen Technologie bzw. eines neuen Tools oder die Abl\u00f6sung vorhandener Technologien durch eine neue L\u00f6sung handelt.\r\n\r\n\r\n\r\nDer Fokus liegt dabei darin, <strong>weg von klassischen, h\u00e4ufig monolithisch angelegten IT-Infrastrukturen hin zu flexiblen Architekturen zu kommen<\/strong>, die die kurzen Halbwertszeiten von Prozessen und Features ber\u00fccksichtigen. Hier spricht man dann h\u00e4ufig von sogenannten <strong>Replatforming<\/strong>.\r\n\r\n\r\n\r\nAus eigener Erfahrung wissen wir, dass gerade letzteres aus verschiedenen Gr\u00fcnden h\u00e4ufig eine noch gr\u00f6\u00dfere Herausforderung darstellt als ein komplett neues Projekt \u201cauf der gr\u00fcnen Wiese\u201d. Im Prinzip kann man hier sehr gute Parallelen zum Hausbau ziehen, wonach sich ein Umbau bzw. die Renovierung eines vorhandenen Geb\u00e4udes h\u00e4ufig als anspruchsvoller herausstellt als ein kompletter Neubau.\r\n\r\n\r\n\r\nIn diesem Artikel m\u00f6chten wir auf einige Parameter beim Replatforming eingehen und m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze vorstellen, um am Ende ein erfolgreiches Projekt abzuliefern. Der Fokus liegt dabei auf dem Bereich der <strong>Product Information Management Systeme (PIM Systeme)<\/strong>, wobei sich die zugrunde liegenden Ans\u00e4tze und Ideen auch auf beliebige andere Technologien \u00fcbertragen lassen.\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/bonjour.akeneo.com\/7-suenden-cx-wp-blog-banner\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><div class=\"content-image\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-192779\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Akeneo_Banner_Blog_7sins.png\" alt=\"\" \/><\/div><\/a><\/figure>\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vier Parameter bei einem Replatforming-Projekt im Kontext Product Information Management<\/h2>\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Projekt- und Prozessverst\u00e4ndnis<\/h3>\r\n\r\n\r\nWenn wir als Dienstleister in ein IT-Projekt einsteigen, versuchen wir uns zu Beginn ein vollkommen eigenes Bild des Status Quo zu machen. Ein \u201cKlassiker\u201d in diesem Zusammenhang ist dabei folgender Satz, den sicherlich viele von Ihnen schon mal geh\u00f6rt haben:\r\n\r\n\r\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\u201c<em>Funktion X haben wir bislang gehabt und brauchen das daher auch 1:1 im neuen System wieder.<\/em>\u201d<\/blockquote>\r\n\r\n\r\nWir versuchen nat\u00fcrlich zum einen diesem Wunsch nachzukommen, gleichzeitig aber durch ein gut abgestimmtes Methoden-Set an den richtigen und wichtigen Stellen <strong>kritisch zu hinterfragen, ob bestehende Prozesse wirklich in der &#8211; h\u00e4ufig historisch gewachsenen Art &#8211; sinnvoll sind<\/strong>. H\u00e4ufig ergeben sich bereits durch eine strukturierte Analyse bestehender Prozesse Verbesserungspotenziale.\r\n\r\n\r\n\r\nErg\u00e4nzt durch unsere Erfahrung f\u00fchren wir dann die Optimierung durch und machen die Mitarbeiter und das ganze Unternehmen bereit f\u00fcr digitale Gesch\u00e4ftsmodelle.\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Vorhandene Datenstruktur &amp; Qualit\u00e4t<\/h3>\r\n\r\n\r\nDer bekannte Satz \u201cShit in, Shit out\u201d verdeutlicht auf sehr plakative und leicht verst\u00e4ndliche Weise, dass Software in den allermeisten F\u00e4llen kein Allheilmittel darstellt. Auch wenn durch die zunehmende Verbreitung von k\u00fcnstlicher Intelligenz und den damit verbundenen M\u00f6glichkeiten immer mehr aus vorhandenen und teilweise auch schlecht gepflegten Daten geholt werden kann, gilt das genannte Prinzip insbesondere f\u00fcr PIM-Systeme.\r\n\r\n\r\n\r\nAnders ausgedr\u00fcckt kann man sich <strong>bei einem Replatforming-Projekt durch intensive Vorbereitung und entsprechend konzeptionelle Vorarbeit<\/strong> enorm viel Zeit, Geld und auch \u00c4rger ersparen.\r\n\r\n\r\n\r\nDurch statistische Analysen identifizieren wir die Bereiche mit dem h\u00f6chsten Handlungspotential und erarbeiten dort gemeinsam mit allen relevanten Stakeholdern im Kontext des Product Information Managements Konzepte zur Verbesserung. Dabei ist es entscheidend <strong>nicht nur die Produktdaten sondern auch die Strategien hinter den diversen Ein- und Ausleitungskan\u00e4len<\/strong> zu ber\u00fccksichtigen.\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Migration<\/h3>\r\n\r\n\r\nDie zentrale Fragestellung hierzu lautet: <strong>Wie bekommt man die vorhandenen Daten &amp; Datenstrukturen in das gew\u00fcnschte\/neue Zielformat und damit in die neue Software<\/strong>? Mindestens genauso wichtig ist allerdings die Frage welche Daten ich tats\u00e4chlich ben\u00f6tige und in welcher Form diese Vorliegen bzw. ggf. entsprechend transformiert werden m\u00fcssen.\r\n\r\n\r\n\r\nEin Beispiel hierf\u00fcr w\u00e4ren falsche Attributstypen wie z.B. die Verwendung von Boolean Werten (ja\/nein bzw. 0\/1) anstatt von Multi-Select-Werten. Bei der Migration w\u00fcrden hier unn\u00f6tige Datenmenge und auch eine falschen Datenstruktur an das Zielsystem \u00fcbertragen werden.\r\n\r\n\r\n\r\nWir verfahren hier normalerweise so, dass wir die Migration auf dem Altsystem beginnen und hierf\u00fcr folgende Attributstypen anlegen und entsprechend vorbereiten\/anreichern::\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n \t<li><strong>Standard-Attribute<\/strong>: Diese werden ohne Anpassung ins Zielsystem \u00fcbertragen<\/li>\r\n \t<li><strong>Migrations-Attribute<\/strong>: Diese werden im Altsystem erstellt und bef\u00fcllt um dann anstelle eines Alt-Attributes ins Zielsystem \u00fcbertragen zu werden.<\/li>\r\n \t<li><strong>Transformations-Attribute<\/strong>: Diese Attribute dienen als Hilfsmittel und Anweisung an unser Migrationstool nach dem Muster \u201cMach\u2019 aus X im Altsystem Y im neuen Zielsystem\u201d<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">4. Software<\/h3>\r\n\r\n\r\nNachdem ein <a href=\"https:\/\/www.akeneo.com\/de\/what-is-a-pim\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"PIM-System (opens in a new tab)\">PIM-System<\/a> ja bereits per Definition als Hub f\u00fcr Produktdaten gesehen wird und demnach mit unterschiedlichen Drittsystemen verbunden wird &#8211; hierzu z\u00e4hlen insbesondere ERP-Systeme und Shop-Systeme &#8211; m\u00fcssen die involvierten Systeme hinsichtlich ihres jeweiligen <em>Datenhandlings <\/em>genau gepr\u00fcft werden. D.h. wie werden dort die unterschiedlichen Daten und Datenstrukturen abgebildet und wie k\u00f6nnen diese sinnvoll miteinander verkn\u00fcpft werden ohne Datenverluste zu erleiden.\r\n\r\n\r\n\r\nEin Beispiel hierzu w\u00e4re die Unterscheidung von sog. Simple- bzw. <a href=\"https:\/\/docs.magento.com\/m1\/ce\/user_guide\/catalog\/product-configurable.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Configurable Products (opens in a new tab)\">Configurable Products<\/a> in der Shopsoftware Magento. <a href=\"https:\/\/docs.magento.com\/m1\/ce\/user_guide\/catalog\/product-simple.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Simple Products (opens in a new tab)\">Simple Products<\/a> sind dabei einzelne und f\u00fcr sich alleine stehende Produkte w\u00e4hrend das klassische Beispiel f\u00fcr ein Configurable Product ein T-Shirt in unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfen und Farben darstellt. Akeneo bietet zur Abbildung von Produkten dabei nicht nur zwei Achsen wie in Magento, sondern drei an, was Softwareseitig beim Import in Magento gel\u00f6st werden muss.\r\n\r\n\r\n\r\nErg\u00e4nzend l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich auch das PIM System selbst entsprechend anpassen um Bedienbarkeit und Funktionsumfang f\u00fcr Anwender zu optimieren.\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/bonjour.akeneo.com\/pim-101-ebook-blog\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><div class=\"content-image\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-187876\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Akeneo_Banner_Blog_PIM1x1.png\" alt=\"Was ist PIM - das 1x1 des PIM\" \/><\/div><\/a><\/figure>\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Praxisbeispiel<\/h3>\r\n\r\n\r\nNachfolgendes Praxisbeispiel soll einige Ideen und erste Anregungen f\u00fcr eine zielgerichtete Vorgehensweise bei einem Replatforming liefern. Die Ausgangslage sieht hier wie folgt aus:\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n \t<li>Erfolgreiches Handelsunternehmen mit umfangreichem Produktsortiment<\/li>\r\n \t<li>Produktdaten werden in Akeneo gepflegt<\/li>\r\n \t<li>Print-Katalog mit mehreren hundert Seiten ist zentrales Marketing-Instrument und wird in <em>Indesign<\/em> mit Produktdaten aus Akeneo erstellt<\/li>\r\n \t<li>Es besteht ein Magento 1 Shop mit Anbindung an Akeneo<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\nDas Unternehmen m\u00f6chte sich digital neu und m\u00f6glichst zukunftsorientiert aufstellen und hat uns hierzu in einem ersten Schritt mit einem Beratungsprojekt beauftragt, \u00fcber das folgende Fragestellungen gekl\u00e4rt werden sollen:\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n \t<li>Wie gut ist die vorhandene Datenstruktur? Ist das jetzige Akeneo System durch TechDivision <em>maintainbar<\/em>?<\/li>\r\n \t<li>Ist ein Update bzw. eine Migration auf die aktuelle Akeneo Version mit dem bestehenden System\/den bestehenden Datenstrukturen m\u00f6glich?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n<strong>Folgende \u00dcbersicht zeigt einige Kennzahlen des bestehenden Systems<\/strong>:\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\"><div class=\"content-image\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-196217\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Akeneo-Projekt-Beispiel-Setup.jpg\" alt=\"\" \/><\/div>\r\n<figcaption>Beispielhafte Ausgangslage bei PIM-Replatforming<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Analyse der vorhandenen Daten und Datenstrukturen<\/h4>\r\n\r\n\r\nIn der t\u00e4glichen Praxis hat sich ein zweistufiges Vorgehensmodell bei uns bew\u00e4hrt. Hierzu erfolgt in einem ersten Schritt eine Sichtpr\u00fcfung der wichtigsten Kennzahlen, von denen ein Gro\u00dfteil davon in obiger Tabelle exemplarisch aufgef\u00fchrt wird. Im Rahmen eines Replatformings erfolgt dann noch einmal eine detailliertere Analyse wie oben beschrieben.\r\n\r\n\r\n\r\nBeim Blick auf die Kennzahlen des bestehenden Systems f\u00e4llt insbesondere folgendes auf:\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n \t<li><strong>Locales \/ Gebietschemata<\/strong>: Es wurden 9 verschiedene locales angelegt, scheinbar werden aber nur 2 (DE &amp; EN) tats\u00e4chlich genutzt.<\/li>\r\n \t<li><strong>Kategorien<\/strong>: Der Kategoriebaum spiegelt die Struktur der Website aber nur gr\u00f6\u00dftenteils die des Katalogs wieder. Au\u00dferdem werden Kategorien zur Realisierung von Workflows genutzt (Neuanlage) und die &#8222;Sale&#8220; Kategorie manuell gepflegt.<\/li>\r\n \t<li><strong>Attribute<\/strong>: Insgesamt sind mehr als 600 Attribute im System angelegt. Es ist erkennbar, dass viele dieser Attribute exakt f\u00fcr eine Produktart und nicht f\u00fcr ganze Produktkategorien oder gar global definiert wurden. Durch die Funktion in Akeneo v1 manuell Attribute zu Produkten hinzuzuf\u00fcgen, kann in Folge der \u00fcber 30 User und der mangelnden Familien davon ausgegangen werden, dass dies nicht einheitlich erfolgt ist und die Daten hoch inkonsistent sind.<\/li>\r\n \t<li><strong>Familien<\/strong>: Familien wurden nicht nennenswert verwendet. Lediglich zwei Base Families wurden angelegt. F\u00fcr jedes Produkt wurden manuell weitere Attribute nach Bedarf hinzugef\u00fcgt.<\/li>\r\n \t<li><strong>Models (Produkte)<\/strong>: Es gibt Models, die bis zu 5 Axen haben (!). Insgesamt haben 303 von 2781 (11%) mehr als 2 Axen. Die Codes sind teilweise einfach durchnummeriert, teilweise aber auch sprechend vergeben. (Inkonsistenz!)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\nHier wird bereits ersichtlich, dass im Bereich der Attribute mit \u00fcber 600 vorhandenen Attributen sowie bei den Produktfamilien ein genauerer Blick notwendig ist.\r\n\r\n\r\n\r\nWie weiter oben ersichtlich wird, sind insbesondere durch die Verwendung der Attribute sowie fehlende Produktfamilien entsprechende Inkonsistenzen und damit Probleme vorprogrammiert, die nichts mit der geplanten Software bzw. Softwareversion zu tun haben.\r\n\r\n\r\n\r\nBei derartigen Mengenger\u00fcsten ist eine manuelle Pr\u00fcfung nicht mehr effizient m\u00f6glich. Hier empfiehlt es sich <strong>automatisierte Pr\u00fcfroutinen zu verwenden<\/strong>, die in einem solche Fall u.a. folgende abfragen durchf\u00fchren:\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n \t<li>Welche Attribute werden am h\u00e4ufigsten bzw. bei einem Gro\u00dfteil der Produkte verwendet?<\/li>\r\n \t<li>Welche Attribute finden kaum oder gar keine Anwendung?<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\nDas Ergebnis einer solchen Pr\u00fcfung dient dann als <strong>Basis f\u00fcr die Attributsbereinigung<\/strong>. In unserem Beispiel kann damit die bestehende Anzahl von \u00fcber 600 Attributen auf rund 200 Attribute reduzierte werden ohne dabei signifikante Informationsverluste hinnehmen zu m\u00fcssen. Durch diese Reduzierung wird das System zum einen verschlankt was sich positiv auf die Performance auswirken kann. Zum anderen wird die zuk\u00fcnftige Pflege dadurch erleichtert, da das System \u00fcbersichtlicher gehalten wird.\r\n\r\n\r\n\r\nIn unserem Beispiel f\u00e4llt weiter auf, dass in der Vergangenheit faktisch mit nur einer Produktfamilien gearbeitet wurde.\r\n\r\n\r\n\r\nUnter einer Produktfamilie versteht man im Kontext von Akeneo einen Satz von Attributen, der von Produkten, die zur selben Familie geh\u00f6ren, geteilt wird. Mit anderen Worten, eine Familie kann als etwas \u00c4hnliches wie eine Produktvorlage oder eine Produktpflegemaske betrachtet werden.\r\n\r\n\r\n\r\nWenn ein Produkt zu einer Familie hinzugef\u00fcgt wird, nutzt es alle auf der Familienebene definierten Attribute &#8211; und genau nur diese. Ein Produkt kann nur zu einer Familie geh\u00f6ren welche auch auf Attributsebene die Vollst\u00e4ndigkeit eines Produktes regelt.\r\n\r\n\r\n\r\nNachfolgend einige Beispiele f\u00fcr Produktfamilien:\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n \t<li>eine Camcorder-Familie,<\/li>\r\n \t<li>eine Becher-Familie,<\/li>\r\n \t<li>eine Familie von Sofas,<\/li>\r\n \t<li>eine Familie mit K\u00fchlschr\u00e4nken,<\/li>\r\n \t<li>eine Hammer-Familie\u2026<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\nAlle diese Arten von Produkten haben ihre eigenen Merkmale, ein Camcorder hat zum Beispiel die folgenden Attribute in seiner Produktfamilie:\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\">\r\n \t<li>eine Produktkennung (z.B. ein Sku),<\/li>\r\n \t<li>einen GTIN\/EAN\/UPC\/ASIN-Code,<\/li>\r\n \t<li>eine Marke,<\/li>\r\n \t<li>einen Sensortyp,<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\nDie Camcorder der entsprechenden Produktfamilie nutzen all diese Attribute und werden automatisch bei der Neuanlage eines Produktes in der Familie verwendet.\r\n\r\n\r\n\r\nEin Hammer hat auch eine Produktkennung (z.B. einen SKU), einen GTIN\/EAN-Code, einen Namen, eine Beschreibung, aber er hat auch seine eigenen Attribute, wie z.B. eine Griffl\u00e4nge, Griffmaterial, Gewicht, etc.\r\n\r\n\r\n\r\nEine Familie kann also alle im PIM verf\u00fcgbaren Attribute verwenden, und ein und dasselbe Attribut kann in mehreren Familien verwendet werden Die meisten Ihrer Produkte werden eine Beschreibung, einen Namen, einen Identifikator haben\u2026\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\"><div class=\"content-image\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-196221\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Akeneo-Screenshot-Techdivision.png\" alt=\"\" \/><\/div><\/figure>\r\n\r\n\r\nDurch eine intelligente Anlage von Attributen und entsprechenden Produktfamilien l\u00e4sst sich zum einen die <strong>\u00dcbersichtlichkeit des PIM Systems<\/strong> signifikant verbessern, die Zeit f\u00fcr die Produktpflege massiv verk\u00fcrzen und am Ende Zeit und Kosten einsparen ohne dabei Einbu\u00dfen bei der Qualit\u00e4t der Produktdaten hinnehmen zu m\u00fcssen.\r\n\r\n\r\n\r\nIn unserem Beispiel wird schnell klar, dass bei einem Kunden mit mehr als 20.000 Artikeln und einem sehr breiten Sortiment eine Gr\u00f6\u00dfenordnung von einer einzigen Familie zu unn\u00f6tiger Komplexit\u00e4t in der Verwaltung und Anlage f\u00fchren kann. Ein tiefergehenderer Blick auf den Status Quo best\u00e4tigte dies dann auch. Produktfamilien wurden bei der Konzeption des bestehenden Systems nicht ber\u00fccksichtigt und auch im Nachgang nicht erg\u00e4nzt, wodurch zum einen unn\u00f6tiger Pflegeaufwand entsteht und zum anderen die Vorteile von Akeneo nur zum Teil genutzt werden.\r\n\r\n\r\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Analyse der Prozesse<\/h4>\r\n\r\n\r\nZur Analyse vorhandener Prozesse, z.B. bei der Einstellung oder Freigabe von Produkten, bei der Ausleitung von Werbemitteln uvm., k\u00f6nnen, abh\u00e4ngig vom jeweiligen Kunden und Projektumfang, eigene B\u00fccher geschrieben werden.\r\n\r\n\r\n\r\nWir haben hierbei h\u00e4ufiger die Erfahrung gemacht, dass sich Prozesse oder <em>Workarounds<\/em> \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum entwickeln und etablieren k\u00f6nnen und aufgrund einer gewissen \u201c<em>Betriebsblindheit<\/em>\u201d auch nicht mehr in Frage gestellt werden.\r\n\r\n\r\n\r\nEin Beispiel aus unserer Praxis gef\u00e4llig?\r\n\r\n\r\n\r\nEiner unserer Kunden erh\u00e4lt von unterschiedlichsten Lieferanten Produktdaten per Excel-Files. Jeder Lieferant kocht hier jedoch sein eigenes S\u00fcppchen und liefert die Daten in seinem Format. Auf Kundenseite bedeutet dies entsprechend hohen Aufwand die unterschiedlichen Daten weiter zu verarbeiten. Unser Vorschlag hier war so einfach wie auch logisch nachvollziehbar: Zuk\u00fcnftig stellt der Kunden seinen Lieferanten ein einheitliches Schema zur Verf\u00fcgung, das gew\u00e4hrleistet, dass alle notwendigen Daten in der richtigen Form geliefert werden.\r\n\r\n\r\n\r\nKlingt erstmal sehr trivial, jedoch stellt man in der Praxis einfach zu oft fest, dass nach dem Modus \u201cDas haben wir immer schon so gemacht!\u201d verfahren wird und damit die Chance auf eine Optimierung und Verbesserung f\u00fcr alle involvierten Stakeholder bereits zu Beginn vertan wird.\r\n\r\n\r\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Analyse der Systemlandschaft<\/h3>\r\n\r\n\r\nPIM Systeme nehmen in der heutigen Zeit auch aufgrund der zunehmende Anzahl an Kan\u00e4len (u.a. Print und Online) immer h\u00e4ufiger eine sehr zentrale Rolle ein, da sie meist mit unterschiedlichen Systemen wie z.B. einem ERP-System, einem Online-Shop sowie beispielsweise auch DTP-Software wie Indesign verbunden sind.\r\n\r\n\r\n\r\nInsofern ist es h\u00e4ufig nicht damit getan, sich nur alleine mit dem PIM zu besch\u00e4ftigen. Ein fr\u00fchzeitiger Blick \u00fcber den Tellerrand und die involvierten Systeme ist dabei zwingend erforderlich, um sich unn\u00f6tige Mehraufw\u00e4nde sowie im schlimmsten Fall ein b\u00f6ses Erwachen auf der Zielgeraden zu ersparen.\r\n\r\n\r\n\r\nNachfolgende Skizze einer Systemlandschaft soll dies verdeutlichen:\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\"><div class=\"content-image\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-196226\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Systemlandschaft-Techdivision-magento-akeneo.png\" alt=\"\" \/><\/div>\r\n<figcaption>Beispielhafte Darstellung einer Systemlandschaft (TechDivision)<\/figcaption><\/figure>\r\n\r\n\r\nBei Bloodstream und Pacemaker handelt es sich im Prinzip um Middleware-L\u00f6sungen mit denen Daten aus unterschiedlichen Systemen konvertiert (Bloodstream) sowie Importprozesse modelliert werden k\u00f6nnen (Pacemaker). In vorliegendem Beispiel ist aktuell zus\u00e4tzlich ein dedizierten Digital-Asset -Management-System im Einsatz, \u00fcber das insbesondere Produktbilder, Anleitungen und Technische Datenbl\u00e4tter verwaltet werden.\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Bei einer Migration m\u00fcssen solche Szenarien von Beginn an beleuchtet werden<\/strong>. Unter Umst\u00e4nden ergeben sich auch hier Optimierungsans\u00e4tze, da die <a href=\"https:\/\/www.akeneo.com\/de\/press-release\/akeneo-pim-4-0-delivers-new-product-experience-management-platform\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"aktuelle Version von Akeneo beispielsweise ein neues DAM-Modul  (opens in a new tab)\">aktuelle Version von Akeneo beispielsweise ein neues DAM-Modul <\/a>bereitstellt, wodurch m\u00f6glicherweise eine externe L\u00f6sung hinf\u00e4llig werden kann.\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/bonjour.akeneo.com\/pxm-maturity-assessment-blog-de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><div class=\"content-image\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-213738\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/akeneo-banner-pxm-maturity-assessment-blog-post-de.gif\" alt=\"\" \/><\/div><\/a><\/figure>\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: PIM-Replatforming<\/h2>\r\n\r\n\r\nLetztlich l\u00e4sst sich zusammenfassen, dass <strong>PIM-Replatforming aus unserer Sicht haupts\u00e4chlich eine intensive Besch\u00e4ftigung mit Prozessen, Datenstrukturen und Datenverarbeitung<\/strong> bedeutet &#8211; Viele Faktoren, die erstmal System-Agnostisch sind.\r\n\r\n\r\n\r\nErst wenn diese Faktoren ausf\u00fchrlich betrachtet wurden, kommt die Frage nach der Software.\r\n\r\n\r\n\r\nWir, <a href=\"https:\/\/www.akeneo.com\/de\/partner\/techdivision-gmbh\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"TechDivision (opens in a new tab)\">TechDivision<\/a>, haben uns hier f\u00fcr Akeneo entschieden, weil die Denkweise, den Endanwender in den Mittelpunkt aller Entwicklungsleistung zu stellen, sich sehr gut mit unserer Denk- und Arbeitsweise deckt.\r\n\r\n\r\n\r\nTheoretisch l\u00e4sst sich aber nach den ersten drei Schritten immer noch jedes beliebige PIM System einf\u00fchren. Denn: Replatforming sollte nicht \u00fcber Software oder einzelne L\u00f6sungen, sondern \u00fcber das gro\u00dfe Ganze definiert werden.\r\n\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00dcber die Autoren<\/h2>\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><div class=\"content-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-196268\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Dr.-Sebastian-Zu\u0308rcher.png\" alt=\"\" width=\"98\" height=\"126\" \/><\/div>\r\n<figcaption>Dr. Sebastian Z\u00fcrcher, TechDivision<\/figcaption><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/www.xing.com\/profile\/Sebastian_Zuercher2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Dr.-Ing. Sebastian Z\u00fcrcher (opens in a new tab)\"><em>Dr.-Ing. Sebastian Z\u00fcrcher<\/em><\/a><em> war Forscher im Bereich der chemischen Industrie und arbeitet seit \u00fcber 15 Jahren mit mathematischen Modellen und Datenanalyse. Im Verlauf seiner Karriere war er Projekt Management Officer, ebenfalls in der Forschung, und hat in den letzten Jahren als Lean Six Sigma Black Belt in einem globalen Unternehmen f\u00fcr Spezialchemikalien Gesch\u00e4ftsprozesse optimiert. In der TechDivision arbeitet er sowohl als Data Scientist als auch PIM Consultant. Sein Ziel ist es Daten zug\u00e4nglich zu machen und auf Basis deren Auswertung Prozesse zu optimieren und faktenbasierte Entscheidungen zu f\u00f6rdern.<\/em>\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><div class=\"content-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-196272\" src=\"https:\/\/www.akeneo.com\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Markus-Neef.png\" alt=\"\" width=\"110\" height=\"123\" \/><\/div>\r\n<figcaption>Markus Neef, TechDivision<\/figcaption><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n<em><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/nemaro\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Markus Neef (opens in a new tab)\">Markus Neef<\/a> ist Digital Marketing Specialist bei TechDivision. Er ist Master of Science (M.Sc.) in Web Communication und Information Systems und nutzt sein Wissen aus den beiden Bereiche um bei Projekten Marketingaspekte mit technischen Strukturen zu kombinieren und so nachhaltig erfolgreiche Website und -shop Konzepte sowie Digitalisierungsstrategien zu entwickeln. Eines seiner Fokusgebiete ist dabei der Bereich Produkt Information Management.<\/em><\/div><\/div>  ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Gastbeitrag geht unser Partner TechDivision auf einige Parameter beim Replatforming ein und beleuchet m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze, um am Ende ein erfolgreiches Projekt abzuliefern. 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